Maikel, Du bist nun seit einigen Monaten Mit-Geschäftsführer bei Lumani. Wie ist es zu dieser Zusammenarbeit gekommen?
„Da ich als gelernter Sportmanager bereits im kaufmännischen Bereich( Fußball) tätig war, ist mir der Wechsel zu Lumani nicht sonderlich schwer gefallen. Marko und ich kennen uns bereits seit längerer Zeit und nachdem er mit Lumani expandieren wollte, waren wir uns schnell einig, dass ich bei Lumani einsteigen werde .Hinzu kommt, dass ich von Anfang an Marko´s Philosophie geteilt habe. Als wir dann weitere Gespräche geführt haben, war uns beiden schnell klar, wir bieten was Besonderes an.“
Du hast selber jahrelang Fußball gespielt und verfügst auch über eine Trainerlizenz. Wie hilft Dir dieser „Background“ bei Deiner Arbeit?
„Es war schon sehr wichtig für mich diese Erfahrungen zu sammeln, um später dieses Wissen auch sinnvoll an junge Talente weiter zu geben und andere davon profitieren zu lassen. Zudem trägt die Erfahrung als Spieler und die Trainerlizenz entscheidend dazu bei, dass meine Ratschläge Gehör finden. Letztendlich muss aber der Spieler, der Kollege oder Partner selbst diesen Rat umzusetzen.“
Wie schätzt Du die Entwicklungschancen junger deutscher Fußball-Profis in der Bundesliga ein? Gibt es einen Trend?
„Ein Trend ist sehr schwierig zu bestimmen. Üblich scheinen dieser Tage vor allem die extrem hohen Ablösesummen zu sein. Heutzutage wird viel mehr Wert auf die individuellen fußballerischen Fähigkeiten gelegt, während man früher als Team-Player oder mit einer Gewinner-Einstellung es genau so weit schaffen konnte. Diesen klassischen Kämpfertypen gibt es jetzt fast nicht mehr im Fußball, letztlich sicher auch weil der Druck, die Medien, das Geld und vor allem die Schnelligkeit im Fußball immer größer und wichtiger geworden sind. Grundsätzlich sehe ich aber die Entwicklung als eine interessante Herausforderung an, weil Sportler ohne eine gute und ernsthafte Beratung/Betreuung ziemlich schnell die Realität aus den Augen verlieren können. Genau hier wollen wir (Marko und ich) ansetzen und diesen jungen Sportlern mit unseren Erfahrungen beratend und unterstützend zur Seite stehen.“
Was bedeutet der Aufstieg von Union Berlin in die 2.Bundesliga für die Fußballszene in der Hauptstadt? Haben zwei Bundesliga-Clubs in Berlin eine Perspektive?
„Ganz klar haben beide eine Perspektive. Ich empfinde es als sehr gut, dass beide Vereine so hoch wie möglich spielen. Sowohl Hertha (die sich seit Jahren in der Bundesliga etabliert haben) als auch Union (die nach schweren Jahren, endlich den Weg nach oben eingeschlagen haben), können Berlin mit gutem Fußball begeistern. Eine Hauptstadt mit 3,5 Mio. Einwohnern kann zwei professionelle Vereine locker vertragen. Dennoch dürfen wir Vereine wie z.B. TeBe Berlin, S.V. Babelsberg 03, 1. FC Magdeburg oder Türkyemspor Berlin nicht vergessen. Diese Teams sind ebenfalls gut aufgestellt und werden professionell geführt. Im Allgemeinen kann man sagen, dass Berlin in Puncto Fußball sehr gut aufgestellt ist – da mache ich mir für die Zukunft keine Sorgen (lacht.)“
Du bist beruflich ziemlich stark eingebunden. Wie bringst Du Deinen Job, Deine Familie und die Freunde unter einen Hut?
„Natürlich ist es nicht immer einfach, alle zusammen unter einen Hut zu bringen .Meine Familie und meine Freunde (zum Teil in den Niederlanden) müssen zum Teil einige Entbehrungen leisten. Alle wissen aber auch, dass ich alles dafür tun werde eine gute Mischung zu finden. Es gibt Zeiten, wo man die Familie weniger sieht, aber ich versuche immer allen Seiten so gut es geht gerecht zu werden. Ein wichtiger Faktor hierbei, ist die Kommunikation. Ich erkläre meiner Frau und meiner Tochter warum ich spät nach Hause komme. Sie unterstützen mich sehr gut und wir versuchen zusammen soviel Zeit wie möglich zu Dritt zu verbringen. Gerne genieße ich es auch mal abends schön mit Freunden und meiner Familie essen zu gehen oder zu selbst zu kochen. Aber das wichtigste für mich ist, dass meine Familie glücklich ist und wir alle gesund sind.“
Als Ex-Herthaner kennst Du das Berliner Umfeld sehr gut. Schafft Hertha nächstes Jahr die Meisterschaft?
„Hertha hat sicherlich eine gute Perspektive, um Deutscher Meister zu werden - sie führen seit Jahren ein gut-strukturiertes und erfolgreiches“ Regime“. Allerdings glaube ich, dass dies in der bevorstehenden Spielzeit noch nicht passieren wird. Nach dem Wegfall von Marko Pantelic und Andrey Voronin sowie den eventuellen Verlust von Josip Simunic, Kacar oder Raffael, muss man einfach abwarten wie sich die kommende Saison entwickelt. Fakt ist, dass Neu-Geschäftsführer Michael Preetz alle Voraussetzungen mitbringt, um nach einer erfolgreichen Ära Dieter Hoeneß die „Alte Dame“ weiter zu einem heißen Titelaspiranten zu entwickeln.“
Nachgefragt
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Oskar Fassler im LUMANI INTERVIEW
Hast Du vor dem Basketball auch andere Sportarten gemacht?
„Mein erster Sportverein war die SG Prenzlauer Berg. Dort habe ich mit Fussballspielen angefangen. Es lief auch sehr gut anfangs. In meinem ersten Spiel habe ich gleich vier Tore gemacht, merkte aber schnell, dass dies nicht das Richtige für mich war. Durch eine Basketball-AG an der Schule von meinem Vater bin ich dann zum Basketball gekommen.“
Auf dem Feld spielst Du meist die klassische „2“, also Shooting-Guard, was sind Deine Stärken und wo kannst Du Dich noch verbessern?
„Ein Shootingguard sollte gut 1gegen1 spielen können und sich seinen Wurf selber kreieren, um dann auch in schwierigen Spielsituationen punkten können. Bei meinem Spiel hat das schnelle Erkennen von schwierigen Spielsituationen noch etwas Luft nach oben. Dies ist wichtig, damit ich dem Team auf dem Feld direkt helfen kann. Auch körperlich werde ich in nächster Zeit noch zulegen.“
Seit Deiner Jugend bist Du für Deutsche Auswahlmannschaften aktiv – Was war das beste Erlebnis/Spiel bisher?
„Meine Teilnahme an derU18 Europameisterschaft in Belgrad war ein tolles Erlebnis, welches mich sportlich und persönlich weitergebracht hat. Und natürlich der Aufstieg mit der U20 Nationalmannschaft im Sommer 2008 in A-Gruppe.“
Im Bezug auf Basketball - Wo siehst Du Dich in 5 Jahren?
„Je nach dem wo mich mein Weg hinführt, aber generell sehe ich meine Zukunft schon in der Basketball Bundesliga.“
Nationalmannschaft, Doppellizenz im Verein, tägliches Training – Wieviel Zeit bleibt Dir da eigentlich noch fürs Privatleben?
„(lacht) Ein bisschen Freizeit bliebt schon…Meine Freundin und meine Kumpels beschweren sich zumindest nicht.“
Momentan ist ja wieder „March Madness“ und auch in der NBA geht’s grad in die heiße Endphase vor den Playoffs – Verfolgst Du, was “ über dem Teich“ so passiert?
„So gut es geht verfolge ich das NBA-Geschehen schon. Die Top10 oder die Highlights werden regelmäßig geklickt. Ab & zu schau ich mir auch mal ein Spiel live an – wenn es nicht so spät beginnt. Den College-Basketball eher selten.“
Nachgefragt
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Marco Kirschner im LUMANI INTERVIEW
Marco, vor ein paar Wochen bist Du zusammen mit Kevin Krawietz Deutscher Meister im Junioren Doppel geworden. Hattest Du mit dem Erfolg gerechnet?
„Gerechnet hab ich nicht direkt damit, weil wir, bis auf ein Spiel im Alter von 13 Jahren, das erste Mal zusammen gespielt haben. Dann gleich den Titel zu holen war doch etwas überraschend. Eine große Herausforderung war zusätzlich die Tatsache, dass wir unter den Doppelteilnehmern die Jüngsten waren und noch sehr viele andere gute Doppelspieler mitwirkten. Dennoch waren wir optimistisch, weil wir beide sehr gute Spieler sind und unsere TOP Leistung jederzeit abrufen können.“
Bist Du bereit, im nächsten Jahr auch im Einzel anzugreifen?
„Ja klar! Das muss mein Ziel sein und ich werde einfach weiterhin alles geben und versuchen von Spiel zu Spiel denken. Ich will Schritt für Schritt besser werden- Wenn ich weiter so hart an mir arbeite, werde ich im nächsten Jahr schwer zu schlagen sein!“
Wie wichtig ist es für einen jungen Sportler, mit NIKE einen sehr renommierten und starken Partner zu haben?
„Es tut gut zu sehen, dass sich die bisherige Arbeit schon ein wenig auszahlt. Dass dann gleich die Zusammenarbeit mit einer so etablierten und erfolgreichen Marke wie NIKE geklappt hat, ist natürlich eine tolle Sache und es zeigt, dass man selbst auf einem sehr guten Weg ist. Außerdem motiviert es mich zusätzlich und hilft mir auf dem Weg nach oben, denn da will ich hin.“
Wie sehen Deine Pläne für die weitere Zukunft aus?
„Erstmal steht natürlich immer noch die Schule im Vordergrund. Da mir diese jedoch keine so großen Schwierigkeiten bereitet, will ich mich jetzt schon so schnell wie möglich nach vorne katapultieren, um den Weg zum Tennisprofi einzuschlagen. Mein Nahziel ist es, mich durch hartes und qualitativ sehr anspruchsvolles Training in allen wichtigen Bereichen (Tennis, Fitness, mentales Training etc.) auf ein hohes Niveau zu bringen. So will ich im Sommer 2009 Herrenspieler mit einer Platzierung um 1000 in Schwierigkeiten bringen oder sogar schlagen! Das Fernziel ist natürlich Tennisprofi, genauer gesagt unter die Top 100 zu kommen.“
Vieles in Deinem Leben dreht sich um Tennis, bleibt da noch Zeit für Hobbys?
„Ja das ist richtig, jedoch planen meine Eltern, mein Trainer und ich das Training sehr gut. So bin ich zwar stark eingebunden, verfüge aber auch über eine gewisse Flexibilität. Daher bleibt mir doch, im Vergleich zu anderen, relativ viel Zeit um mich mit Freunden zu treffen oder einfach in die Stadt zu fahren. Insgesamt muss ich aber zugeben, dass andere Gleichaltrige natürlich mehr Freizeit haben, doch dafür haben die nicht ein so großes Ziel wie ich und auch oft nicht diese Möglichkeiten, um ihren Traum zu verwirklichen.“
Nachgefragt
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Philip Zwiener im LUMANI INTERVIEW
Philip Zwiener hat bereits einen etwas bewegten Sommer hinter sich. Erst verlängerte der 24-Jährige seinen Vertrag bei Alba Berlin, reiste dann zum Vorbereitungslehrgang der Nationalmannschaft, wurde hier zwei Wochen vor der Europameisterschaft aus dem Kader gestrichen um direkt ins Alba-Trainingslager nach Slowenien nach zu reisen. Jetzt ist er wieder in Berlin und erzielte in den letzten beiden Testspielen gegen Frankfurt und Bayreuth je 11 und 9 Punkte.
Philip, Du hast gegen Frankfurt und Bayreuth gut gespielt. Wie siehst Du deine Aufgabe in der Mannschaft für die kommende Saison?
„Ich will auf jeden Fall mehr Verantwortung übernehmen. Ich weiß, dass ich der Mannschaft mit meiner Energie - gerade in der Defense - helfen kann. Ich bin quasi der „Energizer“ und freue mich auf die Saison.“
Das slowenische Trainingslager gilt nicht gerade als leichte Aufgabe. Wie war Dein Eindruck?
„Nun, mein Vorteil war, dass ich den Ort, das Training und die meisten Spieler schon kannte. So war es zwar ziemlich anstrengend, aber auch nicht ungewohnt für mich. Alle haben gut mitgezogen und ich denke, wir konnten uns als Team weiter entwickeln.“
Wie hast Du Deine Nichtnominierung für die EM aufgenommen?
„Philip: Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde ich war nicht enttäuscht. Aber das muss man schnell abhaken und sich auf die nächsten Aufgaben konzentrieren. Immerhin konnte ich so die komplette Vorbereitung bei Alba mitmachen.“
Wie schätzt Du eure Chancen ein, dass die Euroleague Qualifikation gelingt?
„Die Spiele werden sicherlich schwer, aber da unser Kader nur punktuell verändert wurde, haben wir einen klaren Vorteil bezüglich unseres Zusammenspiels. Ich denke, wir werden uns qualifizieren, um auch in der nächsten Saison europäischen Spitzenbasketball in Berlin erleben zu dürfen.“
Vielen Dank für Deine Zeit und viel Erfolg!
Nachgefragt
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Stefan Schmidt im LUMANI INTERVIEW
Stefan wechselte diesen Sommer von den Franken Hexer (Pro B) zum BBC nach Bayreuth (Pro A). Der 20-Jährige Centerspieler hat die Erwartungen an ihn nicht enttäuscht und konnte in allen bisherigen Testspielen sehr überzeugen. Bis zum 2. Tag des Trainingslagers im brandenburgischen Lindow. Leider kugelte sich Stefan in einem Trainingsspiel die linke Schulter aus. Die News-Redaktion hat den Pechvogel eine Woche nach dem Unfall einen kleinen Krankenbesuch abgestattet.
PStefan, Wie ist das genau passiert?
„Ich habe mit einem Mitspieler um den Ball gekämpft. Dabei hat sich mein Arm etwas unglücklich eingedreht und plötzlich„Peng“: Da war meine Schulter ausgekugelt. Danach ging es sofort zurück nach Bayreuth, da unser Teamarzt zufällig auch ein Schulterspezialist ist. Leider fiel die Diagnose nicht so optimal aus: Bänder gerissen und Knorpel geschädigt. Zwei Tage später lag ich auf dem OP-Tisch... “
Welche Behandlung bekommst Du jetzt?
„Naja, die OP verlief ganz gut, aber leider war in meinem Schultergelenk so ziemlich alles kaputt, was da kaputt gehen kann. Jetzt muss ich erstmal drei Wochen komplett pausieren, ehe ich dann langsam wieder mit Autofahren oder leichtem Jogging anfangen kann. “
Wie lange musst Du aussetzen ehe du wieder voll trainieren kannst?
„Wie gesagt, es ist leider eine etwas kompliziertere Geschichte. Ich werde wahrscheinlich erst in sechs Monaten wieder mit vollem Kontakt trainieren und spielen können. Ich hoffe, für die letzten neun Saisonspiele mein Team wieder aktiv unterstützen zu können.“
Verfolgst Du die Spiele der Nationalmannschaft beim Turnier in Polen?
„Ja klar, genug Zeit habe ich ja leider momentan dafür. Der Erfolg gegen die Russen hat mich enorm gefreut. Einen Tag zuvor gegen Frankreich wäre ja auch schon ein Sieg drin gewesen, umso schöner, dass es dann gegen den amtierenden Europameister geklappt hat. Besonders freut es mich natürlich für Elias (Harris) und Robin (Benzing), die ich ja aus unseren gemeinsamen Lehrgängen mit der Junioren Nationalmannschaft kenne. Es ist toll zu sehen, dass die jungen Spieler viel Verantwortung und Spielzeit bekommen.“
Stefan, vielen Dank für das Interview und gute Besserung!