News

Maxi Kleber über seinen Wechsel in die ACB:


Informieren Sie sich hier über die aktuellen Ereignisse aus der Welt des Basketballs und der Lumani 10.7-Sportler.

x  schliessen
Maxi Kleber über seinen Wechsel in die ACB:

Maxi Kleber über seinen Wechsel in die ACB: "Das hat mich elektrisiert"

03.07.14
Am Dienstag unterschrieb Maximilian Kleber einen Zweijahresvertrag beim spanischen Erstligisten Rio Natura Monbus Obradoiro CAB (Lumani 10.7 berichtete).

Der 22-jährige Nationalspieler schreibt über seine Entscheidung, ins europäische Ausland zu wechseln und Würzburg nach sechs Jahren zu verlassen:

Nach dem Start in der Jugend mit dem SC Heuchelhof waren es jetzt sechs Jahre s.Oliver Baskets, davon drei Jahre in der ersten Bundesliga - eine lange Zeit, in der ich viel Vertrauen bekam und mich entwickeln konnte. Dafür möchte ich mich ganz besonders bei meinem Verein und den treuen Fans bedanken, ohne die diese Zeit gar nicht möglich gewesen wäre.

Der Abstieg schmerzt mich besonders, weil ich nicht mehr eingreifen konnte und uns am Schluss noch das Quäntchen Glück leider fehlte. Andererseits ist es mit der jetzigen Entscheidung, ProA und ProB zu spielen, eine hervorragende Ausgangsbasis für den lokalen Nachwuchs wie Max Ugrai und viele andere, in die Herausforderung reinzuwachsen und eine stabile Basis für den Verein und die wichtige Nachwuchsförderung der Region Würzburg. Darüber freue ich mich für die Jungs richtig, sie haben es sich verdient.

Dass dies überhaupt möglich ist, verdanken wir alle dem stabilen, persönlichem Engagement von Bernd Freier und Thorsten Fischer, und ich wünsche mir, dass dies noch lange währt, mein persönlicher Dank ist ihnen sicher.

In den sechs Jahren s.Oliver Baskets und den drei Jahren Bundesliga mit meinem Verletzungspech habe ich viel Zeit in der Entwicklung in meiner Jugend verloren, das gilt es jetzt aufzuholen. Deshalb kann ich die Mission Wiederaufstieg leider nicht begleiten, ich hoffe auf das Verständnis der Fan-Gemeinde.

In den letzten Wochen habe ich mir sehr viele Gedanken gemacht und Gespräche geführt, wohin die Reise gehen soll. Es gab viele gute Angebote im deutschen Raum, dazu kamen in den letzten beiden Wochen noch Anfragen aus der spanischen Liga. Das hat mich elektrisiert, denn die ACB in Spanien ist die zweitstärkste Liga der Welt mit fünf EuroLeague- und drei EuroCup-Teams, das kann man eigentlich gar nicht ablehnen. Es ist wie ein starker europäischer Wettbewerb, ohne die Belastung der langen Reisen.

Der Einladung folgend stieg ich in den Flieger nach Santiago de Compostela, sah mir das Umfeld an, sprach mit dem Management, Trainer und Physio-Stab. Eine tolle Stadt mit vielen Studenten und Pilgern, einer Halle mit 6.000 Zuschauern, kurz: das Umfeld und Konzept dort haben mich sehr überzeugt. Letztlich ist es sehr vergleichbar mit Würzburg, lokal aufgestellt und eine starke Förderung von jungen Spielern und einer begeisterten Fangemeinde.

Die Spiele auf dem Video waren für mich sehr ansprechend und kommen meiner Spielweise äußerst positiv entgegen. Die Chemie mit dem Trainer stimmte auf Anhieb, das persönliche Gespräch war sehr kompetent und überzeugend. Hier kann ich mich m. E. am besten weiterentwickeln, ohne große Fernreisen, was mir sehr viel Zeit für Individualtraining und Regeneration gibt und ich gleichzeitig auf höchstem europäischen Niveau spielen kann. Nach sorgfältigem Abwägen sagte ich zu, absolvierte den Medizin-Check und unterschrieb somit vorgestern den Vertrag mit Obradoiro.

Damit breche ich auf in eine neue Zukunft außerhalb der Bundesliga und verlasse meinen Heimatverein im übertragenen Sinne nicht wirklich - das war mir auch für die Fans sehr wichtig. Ich würde mich freuen, wenn Ihr meine Entwicklung verfolgt und mich in guter Erinnerung haltet, drückt die Daumen. Nochmals ein herzliches Dankeschön für Eure Treue und Begeisterung. Euch wünsche ich eine spannende Saison, in der rot-weißen Hölle, mit dem Wiederaufstieg in die Bundesliga.

"Ich bin dann mal weg", hat mal Hape Kerkeling geschrieben, auf dem Weg nach Santiago de Compostela, und ich würde mich freuen, wenn ich den ein oder anderen Pilger/Fan aus meiner Heimat dort begrüßen kann auf einen Plausch.

Gruß,
Maxi

Diese Seite weiterempfehlen

Schliessen